Nachhaltigkeit, Umwelt und Logistik

3. Juli 2007 von Christos Mantzios

Seit Jahren höre ich schon über Umweltpolitik bzw. Nachhaltiger Entwicklung. Immer wieder werden Verträge ausgehandelt, unterschrieben und mit teilweise pompösen Zeremonien öffentlich und medienwirksam verabschiedet. Viele Jahre meines beruflichen Lebens habe ich in der Politik verbracht und bis heute weiß ich nicht ob irgendwer sich um Nachhaltigkeit kümmert, wie viel Geld tatsächlich dafür ausgegeben wird und welche Maßnahmen erfolgreich bzw. nicht erfolgreich gewesen sind bzw. waren.

Manchmal überkommt mich das Gefühl dass die Konzepte gar nicht umzusetzen sind, weil die Konzepte oft nur Lippenbekenntnisse sind und das Ziel der Nachhaltigen Entwicklung fundamental leer ist. Je mehr ich aber über die Nachhaltigkeit, die Umwelt und die damit verbundenen Ideen, Konzepte und Ideen nachdenke, desto mehr gelange ich allerdings zur der Überzeugung dass nicht die Begriffe leer sind, sondern einfach nur stark missbraucht werden.
Nachhaltige Entwicklung bedeutet eine bewegliche praktikable Dauerhaftigkeit und eine Gestaltungsfantasie. Nachhaltige Entwicklung verlangt von den Bürgern, von den Unternehmern, von den Firmen, von Politikakteuren und sonstigen Entscheidungsakteuren eines Staates die Fähigkeit zur Gestaltung anstatt von Verwaltung. Gestalten statt verwalten ist der erste Schritt zur Nachhaltigen Entwicklung.Die Herausforderungen für eine nachhaltige Entwicklung für die Logistik in Rhein-Main, und anderswo natürlich, sind mannigfaltig. Immer wieder höre ich dass die Logistik die „Bedürfnisse“ und „Wünsche“ der Bevölkerung befriedigt. Oft habe ich aber die Erkenntnis dass die Logistik überwiegend „Wünsche“ befriedigt.

Natürlich ist Wohlstand etwas was wir nicht verunglimpfen sollten. Natürlich sind Arbeitsplätze für das soziale, politische und wirtschaftliche Gefüge der Region wichtig. Genauso wichtig ist aber auch dass die Unternehmen und ihre Vertreter für wirkliche Verbesserungen im Umweltbereich arbeiten sollten und nicht alle und alles dem ökonomischen Profit unterordnen. Niemand sollte vergessen dass ökonomische Zahlen zwar eine gesamtgesellschaftliche Wichtigkeit haben, aber hinter jeder Zahl verbirgt sich ein Mensch. Ein Leben also. Ist es etwa nicht wichtig über die Zukunft eines Lebens ernsthafter zu nachzudenken?

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