Kakao, Krieg und Logistik
26. April 2011 von
Kai Scholz
Welche Bedeutung hat der Konflikt in der Elfenbeinküste für globale Warenströme und Logistik?
In der Elfenbeinküste konnte man in den letzten Monaten sehen, wie Aufgrund von Krieg, fehlender Handlungsmacht der Politik sowie Handels- und Mobilitätsbeschränkungen die Voraussetzungen für ein funktionierendes Logistik- und Mobilitätssystem aufgehoben wurden. Insbesondere in der von Jahreszeiten und Witterung abhängigen Landwirtschaft, die besonders wichtig für Menschen in Armut (weniger als 2,- Kaufkraftbereinigte-US-Dollar pro Tag zur Verfügung) oder extremer Armut (weniger als 1,25 Kaufkraftbereinigte-US-Dollar pro Tag) ist, ist eine funktionierende Logistik ein entscheidender Faktor für Absatz und Integration. Wird die Mobilität eingeschränkt, kommt es zu langen und teuren Umwegen, die Korruption und Ungerechtigkeit fördern. So wird z.B. der Kakao der Elfenbeinküste über die Grenzen nach Burkina Faso und Ghana geschmuggelt, um exportiert werden zu können. Auch die Menschen, die aus den von politischen Unruhen betroffenen Regionen der Elfenbeinküste und Nigerias fliehen, passieren diese Grenzen nach Ghana und anderen benachbarten Staaten. Dies führt zu weitreichenden wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Problemen in den beteiligten Ländern.
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